Parken in Heidelberg soll geordneter werden

Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema Parkraumbewirtschaftung und es wird ein Konzept erstellt mit dem Ziel freie Gehwege zu schaffen, erste Sofortmaßnahmen erfolgen bereits im Frühsommer. Zweifelsohne verbessert sich dadurch die Sicherheit der Fußgänger und Einsatzkräfte werden weniger behindert. Klar ist aber auch, dass dadurch sehr viele Parkplätze wegfallen werden und gerade in den Gebieten mit hohem Parkdruck die Situation noch schwieriger wird. Ein positiver Nebeneffekt ist sicherlich, dass das ein oder andere Auto nun doch in der Garage abgestellt wird, die zuvor anderweitig genutzt wurde. Zweifelsohne ist es positiv, wenn weniger öffentlicher Raum zum Parken genutzt wird. Aber nach wie vor gibt es etliche Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind und keinen eigenen Stellplatz haben.

 

 

Deshalb fordern wir schon seit Jahren, dass bei drastischer Reduzierung der Parkplätze als Alternative Quartiersgaragen angeboten werden. Während wir für diese Forderung anfangs belächelt wurden, haben im OB-Wahlkampf nahezu alle Parteien die Quartiersgarage aufgegriffen. Und tatsächlich wurden die ersten Quartiersgaragen bereits realisiert oder befinden sich in der Planung. Wir hoffen, dass den „Wahlkampf-Worten“ auch Taten folgen und mehr Quartiersgaragen realisiert werden!

 

Stadträtin Larissa Winter-Horn, die gleichzeitig 1. Vorsitzende des Obst, Garten und Weinbauvereins Heidelberg-Rohrbach e.V. ist, stellte klar: Die Fläche für die erwerbsmäßige Landwirtschaft betrug in Rohrbach einst mehrere hundert Hektar und wies mit die besten Böden in ganz Deutschland auf. Mittlerweile ist diese Fläche durch Bebauung und Infrastrukturmaßnahmen auf ca. 50 ha Ackerland, 50 ha Weinberge und 10 ha Grünland geschrumpft. Und wenn man sich jetzt die Planungen der Terranets BW anschaut, sieht man, dass die SEL die kompletten verbliebenen Ackerflächen durchschneiden würde. Von den wenigen verbliebenen Flächen in Rohrbach wären 36,5 ha betroffen und unsere kleinparzellige Kulturlandschaft würde unwiederbringlich zerstört. Deshalb erwarten wir vom Land Baden-Württemberg, das diese Leitung in Auftrag gegeben hat, dass eine Trasse gesucht wird, die sich an bereits bestehenden bodengebundenen Infrastrukturmaßnahmen orientiert und so wenig Einschnitte wie möglich mit sich bringt – und zwar in jedem Stadtteil. Zudem muss das Land darauf hinwirken, dass das Unternehmen Terranets BW aufrichtig mit den betroffenen Personen umgeht. Falschaussagen und das unabgesprochene Schaffen von Tatsachen hat das Vertrauensverhältnis zerstört. Auf dieser Basis lässt sich kein konstruktiver Kompromiss erzielen!

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