Beim diesjährigen Literaturfestival werden die großen politische Fragen unserer Zeit verhandelt.
Unter dem Motto „Freedom Fries – Auf der Suche nach der verlorenen Wahrheit“ widmet sich das diesjährige Festival den Fragen der Freiheit.
Gemeint ist damit: Bücher statt Pommes. Auf den Festivalplakaten in Heidelberg wurden Bücher in Form von Pommes frites in einer Fast-Food-Tüte abgebildet. Jagoda Marinić formulierte es mit dem Slogan „Die Kunst muss zur Kartoffel werden“. Die Botschaft dahinter: In Zeiten von Fake News, Populismus und gesellschaftlicher Spaltung sind Bücher und die Literatur die wahren „Freedom Fries“ – sie sind das geistige Grundnahrungsmittel, das unsere Demokratie und Freiheit schützt.
Anders als in den vergangenen Jahren wird das Literaturfestival nur halb so viele Tage umfassen. Trotzdem hat es Jagoda Marinić geschafft, ein qualitatives Programm auf die Beine zu stellen. Alle Literaturliebhaber sollen die Möglichkeit erhalten, ein hochkarätiges Festival zu erleben. Gäste werden u.a. Katerina Poladjan, Marie-Janine Calic und der Schriftsteller Miljenko Jergović, alle ausgezeichnet mit dem Preisen der Leipziger Buchmesse, sein.
Den Auftakt macht Winfried Kretschmann als ehemaliger Ministerpräsident und Autor in einem Gespräch mit der Künstlerischen Leitern des Festivals, Jagoda Marinić. Sie sprechen von Freiheit und Demokratie und darüber, wie eng Kultur, politisches Denken und demokratische Verständigung miteinander verbunden sind.
Die letze Frage die Marinić an Kretschmann stellte, lautet: „Woraus entsteht Zuversicht?“
Seine Antwort ist einfach und komplex zugleich: „Zuversicht entsteht aus Neuem — jeder neugeborene Erdenbürger bringt Zuversicht! Daran sollten wir uns orientieren und dem Neuen auch Raum geben.
Kretschmanns Antwort lädt dazu ein, Zuversicht nicht als bloße Hoffnung zu verstehen, sondern als Vertrauen in die Kraft des Neuen und in die Möglichkeiten der Zukunft.
