Es war ein besonderer Moment, nach so vielen Jahren erstmals wieder die vertraute und doch völlig verwandelte Stadthalle Heidelberg zu betreten. Am gestrigen Sonntag öffnete das Haus seine Türen für die Öffentlichkeit, und rund 2000 Menschen nutzten die Gelegenheit, die frisch renovierten Räumlichkeiten zu besichtigen. Trotz der beeindruckenden Größe und der historischen Bedeutung des Gebäudes stellte sich sofort ein Gefühl von Vertrautheit ein. Eine fast heimelige Atmosphäre durchzog das gesamte Haus – modernisiert, aber mit spürbarem Respekt vor seiner Geschichte. Die Stadthalle wirkt heute wie ein Ort, der Tradition und Zukunft auf besondere Weise miteinander verbindet.
Dass dieses Wahrzeichen Heidelbergs nun wieder in neuem Glanz erstrahlt, ist vor allem dem großzügigen Engagement von Wolfgang Marguerre zu verdanken. In seiner Rede würdigte Oberbürgermeister Eckart Würzner diesen Beitrag mehrfach und betonte, wie entscheidend diese Unterstützung für die umfassende Sanierung gewesen sei.
Nach rund sechs Jahren Bauzeit präsentiert sich die Stadthalle nun vollständig erneuert, sorgfältig restauriert und technisch für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfähig ausgestattet. Besonders bewegend war, dass bei der Eröffnung all jene gewürdigt wurden, die an diesem Mammutprojekt beteiligt waren: die Architekten Waechter + Waechter, deren Liebe zum Detail in jedem Raum sichtbar wird, ebenso wie die zahlreichen Handwerkerinnen und Handwerker, Restauratorinnen, Reinigungsteams und viele weitere, die mit großem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben.
Ein besonderes Highlight der neuen Stadthalle sind die versenkbaren Bühnen- und Bodenelemente, die eine enorme Flexibilität ermöglichen. Dadurch kann das Haus künftig für eine Vielzahl von Veranstaltungen genutzt werden: Konzerte, Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen, Festakte und vieles mehr finden hier nun optimale Bedingungen.
Ein Blick in die Geschichte zeigt, welch bedeutendes Bauwerk die Stadthalle schon immer war. Bereits 1903 wurde sie für die damals unglaubliche Summe von einer Million Mark errichtet – ein Ausdruck des visionären Denkens jener Zeit. Im Laufe ihrer Geschichte diente sie nicht nur kulturellen Zwecken, sondern zeitweise auch als Lazarett, was ihre Rolle als Ort des öffentlichen Lebens noch wichtiger werden lässt.
Heute dürfen wir dankbar sein, dieses historische Herzstück unserer Stadt zurückgewonnen zu haben. Die Stadthalle Heidelberg ist wieder da – schöner, vielseitiger und lebendiger denn je.
Danke, dass wir unsere Stadthalle nun wiederhaben.
