3. Dezember 2025 | Aktuelles, Haushalt & Finanzen

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Das Infra­struk­tur­paket der Bundes­re­gierung ist nicht die Rettung!

113,5 Mio. € für die Stadt Heidelberg – das klingt wie die Lösung der finan­zi­ellen Probleme. Das ist leider Augen­wi­scherei! Erstens sind es nur 9,5 Mio. € pro Jahr über 12 Jahre. Zweitens sind die Mittel zweck­ge­bunden für Inves­ti­tionen in die kommunale Infra­struktur (wie z.B. Straßen, Schulen, Kinder­gärten, Brücken) und können nicht zum Ausgleich des Haushalts-Defizits verwendet werden.

Vor allem aber ist diese Summe sehr bescheiden im Vergleich zu den jährlichen Mehrkosten, die wir Bundes­vor­gaben zu „verdanken“ haben (wie z. B. höhere Sozial­aus­gaben). Sie sind nicht ausrei­chend gegen­fi­nan­ziert und bedeuten für die Stadt Heidelberg Mehrkosten von rund 80 Mio. € im Jahr.

In der Folge wird – trotz mittler­weile wieder deutlich angestie­gener Gewer­be­steu­er­ein­nahmen und der vom Gemein­derat ergrif­fenen Sparmaß­nahmen – das Ergebnis im Jahr 2025 mit über ‑60 Mio. € nach wie vor deutlich negativ ausfallen und das wird in den Folge­jahren nicht anders sein.

Es führt daher, egal was teilweise gesagt wird, kein Weg dran vorbei:  Wir müssen unsere Aufgaben und Ausgaben kritisch in den Blick nehmen und klare Priori­täten setzen. Nur so kann eine nachhaltige Sanierung des Haushalts gelingen!

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