Auf der Sportanlage des HTV besteht seit Langem ein enorm hoher Nutzungsbedarf. Der bestehende Naturrasen kann die intensive Belastung durch die verschiedenen Abteilungen des Vereins dauerhaft nicht aufnehmen. Einzelne Sportarten müssen für ihre Trainingseinheiten bereits auf andere Sportplätze ausweichen.
Zwar steht es außer Frage, dass Sportlerinnen und Sportler oft lieber auf Naturrasen spielen. Die Realität zeigt jedoch, dass gerade im Winter dringender Handlungsbedarf besteht: Es fehlen flächendeckend Trainingsmöglichkeiten gerade für Kinder und Jugendliche, da auch die Hallenkapazitäten längst erschöpft sind.
Das geplante Kunstrasenspielfeld soll als Multifunktions-Großspielfeld genutzt werden und wird insbesondere den Abteilungen für Rugby und American Football eine verlässliche Heimat bieten. Durch die wesentlich höhere Belastbarkeit und den weitgehend witterungsunabhängigen Betrieb lassen sich die Nutzungszeiten auf der eigenen Anlage deutlich ausweiten.
Bedenken gegenüber Kunstrasen werden schon lange diskutiert und sind allen Beteiligten – auch dem Gemeinderat – bekannt. Gleichzeitig haben sich die technischen Verfahren in den letzten Jahren entscheidend verbessert. Dass Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit bei diesen Projekten im Fokus stehen, zeigen die Ausführungen von Dipl.-Ing. Matthias Braun (Ingenieurbüro MBPlan) aus dem Jahr 2024 im Sportausschuss. Dort präsentierte er zukunftsweisende Sanierungskonzepte: Durch den Einsatz umweltfreundlicher, biologisch-abbaubarer Einstreugranulate wird Mikroplastik gezielt vermieden. Lokale Produktion und modernes Recycling schonen Ressourcen, während Langlebigkeit und ein geringer Pflegeaufwand die langfristige Wirtschaftlichkeit garantieren.
Nach Abwägung aller Für und Wider sagen wir: Die Umwandlung des Spielfeldes in einen Kunstrasenplatz ist eine notwendige und nachhaltige Investition in die sportliche Zukunft des HTV!
