Mit großer Resonanz wurden im Karlstorbahnhof (Karlstorkino) die Filmtage des Mittelmeers eröffnet, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiern. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher füllten den Saal und unterstrichen das anhaltend hohe Interesse an dem traditionsreichen Festival. Zum Jubiläum sprachen Martina Pfister, Robert Bitsch (Medienforum HD), Leoluca Orlando (Cinemed Montpellier und OB von Palermo), Anselm Scherer (Medienforum Heidelberg) sowie Karla Jauregui (Montpellier-Haus Heidelberg). Besonders eindrucksvoll war der Beitrag von Leoluca Orlando, der in seiner Rolle als Vorsitzender von Cinemed Montpellier charmant von der langjährigen Verbundenheit zwischen Heidelberg und Montpellier sowie von seiner eigenen Studienzeit in Heidelberg berichtete.
Martina Pfister betonte die Filmtage des Mittelmeers als persönliche Herzensangelegenheit und hob die Bedeutung von Kultur als Brückenbauer zwischen Nationen und Kulturen hervor – oft lange vor politischen Annäherungen. Auch Karla Jauregui rief dazu auf, neugierig auf Filme anderer Länder und Kulturen zuzugehen und sich mutig auf fremde Geschichten und Perspektiven einzulassen.
In den kommenden 16 Tagen werden insgesamt 29 Filme aus unterschiedlichen Ländern und mit vielfältigen Themen gezeigt. Eröffnet wurden die Filmtage mit La petite cuisine de Mehdi – Spaces and Lies, der die Geschichte eines jungen Algeriers in Lyon erzählt, der zwischen traditionellen Wurzeln, einem französischen Lebensstil, einer geheim gehaltenen Beziehung und seiner Leidenschaft fürs Kochen hin- und hergerissen ist – ein fragiles Leben voller innerer Konflikte.
Foto und Text von Sabine Arndt
