12. März 2026 | Aktuelles, Bauen

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Infover­an­staltung zum Ersatz­neubau der Ziegel­häuser Brücke

Am Mittwoch, 11. März 2026, fand in der Bürger­be­geg­nungs­stätte Ziegelhausen/Peterstal in Heidelberg eine gut besuchte Infor­ma­ti­ons­ver­an­staltung zum Ersatz­neubau der Ziegel­häuser Brücke statt. Über 130 Bürge­rinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Planungen zu infor­mieren und Fragen zu stellen.

Zu Beginn der Veran­staltung erläu­terte Herr Hofbauer, Amtsleiter des Tiefbauamts, die aktuelle Situation der bestehenden Brücke. Die Konstruktion ist statisch nicht mehr zuver­lässig messbar. Aus Sicher­heits­gründen wurde die Brücke bereits auf eine maximale Belastung von 3,5 Tonnen begrenzt. Die Brücke steht derzeit unter digitaler Dauer­über­wa­chung.

Eine grund­le­gende Sanierung ist nach aktuellem Stand nicht möglich. Daher plant die Stadt einen vollstän­digen Ersatz­neubau. Neben der neuen Haupt­brücke ist auch ein separater Steg für den Radverkehr vorge­sehen, die geplante Auf- und Abfahrt auf der Ziegel­häuser Seite soll künftig über die Brahms­straße erfolgen, um die Situation für Radfah­re­rinnen und Radfahrer deutlich zu verbessern.

Eine Verlegung des Brücken­standorts wurde geprüft, ist jedoch aufgrund der notwen­digen Auffahrts­höhen und der beengten Tallage nicht umsetzbar. Eine solche Lösung würde erheb­liche Eingriffe in die bestehende Infra­struktur erfordern.

Der Rückbau der bestehenden Brücke soll später abschnitts­weise erfolgen. Dabei ist vorge­sehen, den Abriss mit Unter­stützung der neuen Brücke „scheib­chen­weise“ durch­zu­führen. Die vorhan­denen Brücken­pfeiler sollen möglichst erhalten bleiben. Eine genaue Prüfung durch ein spezia­li­siertes Unter­nehmen ist für Mai 2026 geplant.

Während der Bauphase wird derzeit auch über provi­so­rische Lösungen für den Fuß- und Radverkehr nachge­dacht. Der Anschluss einer Fuß- und Radbrücke befindet sich noch in Planung. Parallel dazu werden mögliche Anpas­sungen bei den ÖPNV-Verbin­dungen sowie Flächen für Baustel­len­ein­rich­tungen geprüft. In diesem Zusam­menhang wird auch die Nutzung der Fläche „Kuchen­blech“ disku­tiert, die für viele Ziegel­häu­se­rinnen und Ziegel­häuser eine besondere Bedeutung hat.

Auch mögliche Änderungen im Busverkehr wurden angesprochen. So könnte eine Verlegung der bestehenden Halte­stellen auf der Ziegel­häuser Seite in Richtung Klein­ge­münder Straße notwendig werden.

Der derzeitige Zeitplan sieht einen Baubeginn im Jahr 2029 vor. Während der Bauphase müssen Anwoh­ne­rinnen und Anwohner immer wieder mit kurzfris­tigen Sperrungen rechnen.

Eine häufig disku­tierte Alter­native – ein Fährbe­trieb über den Neckar – wurde ebenfalls thema­ti­siert. Frau Sauer erklärte, dass eine solche Lösung aus geneh­mi­gungs­recht­lichen Gründen sowie aufgrund der hohen Kosten nicht reali­sierbar sei. Zudem müsste eine Fähre barrie­refrei sein und könnte bei Hochwasser nicht zuver­lässig betrieben werden.

Die Veran­staltung zeigte das große Interesse der Bürger­schaft an der Zukunft der Brücke. Viele Teilneh­mende nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Anliegen einzu­bringen.