28. Februar 2026 | Aktuelles

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Neubau Ankunfts­zentrum auf Patrick Henry Village

In der letzten Woche hat in der neuen Aula der Univer­sität Heidelberg eine Bürger­infor­ma­ti­ons­ver­an­staltung zum Neubau des AKZ statt­ge­funden.

Neben den Vertretern des Bundes, des Landes, der Stadt und einigen sehr wenigen Stadt­räten haben gerade mal schät­zungs­weise 20 Personen den Weg zum Veran­stal­tungsort gefunden. Nun lässt sich darüber speku­lieren, woran das lag — an der kurzfris­tigen Einladung, an der fehlenden Bewerbung der Veran­staltung oder am mangelnden Interesse für das Projekt insgesamt.

Der Einordnung des Projektes in den räumlichen und gesell­schaft­lichen Gesamt­kontext für die Stadt Heidelberg durch Jürgen Odszuck folgten kurze Infor­ma­tionen des Archi­tek­tur­büros Schulz und Schulz aus Leipzig, der Abteilung Bau und Vermögen des Landes Baden-Württemberg und des Bundes­amtes für Migration und Flucht.

Das neue AKZ wird flächen­ef­fi­zient in 13 Gebäuden unter­ge­bracht, in denen sich Pforte, Regis­trierung, Gesund­heits­un­ter­su­chung, Schlaf­räume, Mensa, Freizeit­an­gebote, Polizei, Sozial- und Verfah­rens­be­ratung u.a. befinden.

Die Einrichtung soll bis zu 2000 Menschen aufnehmen und täglich können bis zu 400 Regis­trie­rungen durch­ge­führt werden.

Die alle samt quadra­tisch oder recht­eckigen Kuben werden durch eine Holzfassade verkleidet und reichen teilweise bis zu sieben Stock­werke hoch. Im Norden und im Süden schließt das AKZ an die Wohnbe­bauung des PHV an. Der Übergang zum öffent­lichen Raum im Norden wird durch eine großzügige Grünflächen gestaltet. Die Anlage selbst wird durch einen Zaun gesichert. Denn nicht zuletzt spielt Sicherheit sowohl für die geflüch­teten Menschen als auch für das Personal eine große Rolle.

Aktuell belegt das AKZ 1/3 der Gesamt­fläche von rund 100 ha. Der Neubau soll sich jedoch auf weniger als 10 ha beschränken, damit PHV künftig als Wohnsiedlung für weitere 10.000 Menschen und 5.000 Arbeits­plätze entwi­ckelt werden kann.

Nachdem nun die Infor­ma­ti­ons­ver­an­staltung durch­ge­führt wurde, wird das Bauleit­ver­fahren einge­leitet um Planungs- und Baurecht zu schaffen. Dieser Prozess soll circa zwei Jahre dauern. Im Anschluss daran werden noch mal rund zwei Jahre für die Baufeld­frei­ma­chung veran­schlagt. Die Bauzeit selbst soll drei Jahre betragen, so dass mit einer Inbetrieb­nahme der neuen Gebäude im Jahr 2031 gerechnet wird.

Bei den vielen Infor­ma­tionen blieb jedoch eine Sache ungeklärt. Aufgrund der Sicher­heitslage hat die BIMA aktuell alle Verkäufe gestoppt. Der Stadt Heidelberg liegt lediglich die infor­melle Infor­ma­tionen vor, dass die Entwicklung von PHV mit Konzept einer militä­ri­schen Nutzung durch den Bund in Einklang gebracht werden soll. Daraus lässt sich schließen, dass wohl kein Truppen­übungs­platz o.ä. dort entsteht. Die Vermutung liegt nahe, dass eher Wohnungen für Militär­an­ge­hörige oder Verwal­tungs­ge­bäude gebaut werden. Ein offizi­elles Bestä­ti­gungs­schreiben steht aller­dings noch aus.

Hoffen wir das Beste!