In der letzten Woche hat in der neuen Aula der Universität Heidelberg eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Neubau des AKZ stattgefunden.
Neben den Vertretern des Bundes, des Landes, der Stadt und einigen sehr wenigen Stadträten haben gerade mal schätzungsweise 20 Personen den Weg zum Veranstaltungsort gefunden. Nun lässt sich darüber spekulieren, woran das lag — an der kurzfristigen Einladung, an der fehlenden Bewerbung der Veranstaltung oder am mangelnden Interesse für das Projekt insgesamt.
Der Einordnung des Projektes in den räumlichen und gesellschaftlichen Gesamtkontext für die Stadt Heidelberg durch Jürgen Odszuck folgten kurze Informationen des Architekturbüros Schulz und Schulz aus Leipzig, der Abteilung Bau und Vermögen des Landes Baden-Württemberg und des Bundesamtes für Migration und Flucht.
Das neue AKZ wird flächeneffizient in 13 Gebäuden untergebracht, in denen sich Pforte, Registrierung, Gesundheitsuntersuchung, Schlafräume, Mensa, Freizeitangebote, Polizei, Sozial- und Verfahrensberatung u.a. befinden.
Die Einrichtung soll bis zu 2000 Menschen aufnehmen und täglich können bis zu 400 Registrierungen durchgeführt werden.
Die alle samt quadratisch oder rechteckigen Kuben werden durch eine Holzfassade verkleidet und reichen teilweise bis zu sieben Stockwerke hoch. Im Norden und im Süden schließt das AKZ an die Wohnbebauung des PHV an. Der Übergang zum öffentlichen Raum im Norden wird durch eine großzügige Grünflächen gestaltet. Die Anlage selbst wird durch einen Zaun gesichert. Denn nicht zuletzt spielt Sicherheit sowohl für die geflüchteten Menschen als auch für das Personal eine große Rolle.
Aktuell belegt das AKZ 1/3 der Gesamtfläche von rund 100 ha. Der Neubau soll sich jedoch auf weniger als 10 ha beschränken, damit PHV künftig als Wohnsiedlung für weitere 10.000 Menschen und 5.000 Arbeitsplätze entwickelt werden kann.
Nachdem nun die Informationsveranstaltung durchgeführt wurde, wird das Bauleitverfahren eingeleitet um Planungs- und Baurecht zu schaffen. Dieser Prozess soll circa zwei Jahre dauern. Im Anschluss daran werden noch mal rund zwei Jahre für die Baufeldfreimachung veranschlagt. Die Bauzeit selbst soll drei Jahre betragen, so dass mit einer Inbetriebnahme der neuen Gebäude im Jahr 2031 gerechnet wird.
Bei den vielen Informationen blieb jedoch eine Sache ungeklärt. Aufgrund der Sicherheitslage hat die BIMA aktuell alle Verkäufe gestoppt. Der Stadt Heidelberg liegt lediglich die informelle Informationen vor, dass die Entwicklung von PHV mit Konzept einer militärischen Nutzung durch den Bund in Einklang gebracht werden soll. Daraus lässt sich schließen, dass wohl kein Truppenübungsplatz o.ä. dort entsteht. Die Vermutung liegt nahe, dass eher Wohnungen für Militärangehörige oder Verwaltungsgebäude gebaut werden. Ein offizielles Bestätigungsschreiben steht allerdings noch aus.
Hoffen wir das Beste!
