15. April 2026 | Aktuelles, Sport & Kultur

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Experten-Diskussion zum Thema Kultur­haupt­stadt

Kultur­haupt­stadt zu sein bedeutet, ein Jahr lang zu zeigen, wie vielfältig und lebendig Kultur in Europa ist. In der Pädago­gi­schen Hochschule kamen zahlreiche Inter­es­sierte zusammen, um über eine mögliche Bewerbung Heidel­bergs als Europäische Kultur­haupt­stadt zu disku­tieren. Auf dem Podium saßen Elisabeth Schweeger aus der Kultur­haupt­stadt Bad Ischl 2024, Barbara Ludwig, ehemalige Oberbür­ger­meis­terin von Chemnitz, und Stefan Schmittke, inter­na­tional erfah­rener Kultur­ma­nager und Leiter der Kultur­haupt­stadt Chemnitz 2025. Sie berich­teten offen über Chancen, aber auch über die Schwie­rig­keiten, die ein solcher Prozess mit sich bringt. Besonders deutlich wurde: Eine Kultur­haupt­stadt-Bewerbung ist kein Routi­ne­projekt, sondern verlangt Mut, Offenheit und die Bereit­schaft, auch unbequeme Themen der eigenen Stadt sichtbar zu machen.

Manfred Lauten­schläger, Vorsit­zender des Vereins Kultur für Europa, erinnerte daran, dass es in Deutschland rund 6.800 Museen und etwa 100 Millionen Besucher pro Jahr gibt – ein Hinweis darauf, dass Europa im Kern ein Kultur­projekt ist. Außerdem betonte er, dass jeder inves­tierte Euro ein Vielfaches zurück bringt.

Die Diskussion machte klar, dass eine Bewerbung viele Chancen bietet, aber auch Konflikte und offene Fragen: Was ist möglich? Was fehlt? Und wie können Stadt­teile, Vereine, Unter­nehmen, Gastro­nomie und die Menschen selbst einge­bunden werden?