18. März 2026 | Aktuelles

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Sicht­barkeit von Frauen — mit zweierlei Maß

Im Fachaus­schuss für Soziales und Chancen­gleichheit wurde auf Initiative der Grünen mit CDU, SPD und Die Linke ein Antrag für mehr Sicht­barkeit von Frauen in der Politik eingebracht. U.a. soll mit organi­sa­to­ri­schen Maßnahmen sicher­ge­stellt werden, dass bei öffent­lichen Terminen der Stadt Heidelberg Frauen eine angemes­senen, repräsentative Rolle zukommt. Nach Aussage der Grünen wurden hierzu die großen Fraktionen und die, zu denen man einen kurzen Draht habe, angefragt.

Wenn es um Frauen und Gleich­be­handlung bei Veran­stal­tungen im städtischen Kontext geht, sollten alle Frauen im Gemein­derat invol­viert sein. Das Kriterium der Größe der Fraktion oder des Verhältnisses zuein­ander ist hier deplat­ziert und erschließt sich uns nicht.

Eine dünne Entschul­digung, und man könne dies ja heilen, indem man die fehlenden Fraktionen jetzt noch drauf schreibe, macht die Sache nicht besser.

Für uns gilt, nur das zu fordern, was wir selbst beher­zigen. Die Grünen erwarten von der Verwaltung mehr Geschlech­ter­ge­rech­tigkeit — sprich mehr Frauen — bei öffent­lichen städtischen Veran­stal­tungen. Sie selbst haben aber versäumt, im Vorfeld alle Frauen aller Fraktionen in die Diskussion um das Für und Wider einzu­binden. Diese Verhalten lässt Fragen offen.